Kreativitätsblockaden – Freies Denken, blockiertes Denken.

Eine großes Hindernis für Kreativität und die Arbeit mit Design Thinking sind die Kreativitätsblockaden, welche den freien Ideenaustausch behindern. Wir wissen, dass wir welche haben, indem wir Kinder beim Spielen beobachten. Kindern fällt es leicht, in einen kreativen Flow zu gehen. Sie erfinden imaginäre Freunde, schlüpfen in Rollen und lassen Gegenstände zum Leben erwachen.

Die wenigsten von uns können im Alltag auf diese freie Kreativität zurückgreifen, obwohl jeder gesunde Mensch die Veranlagung dazu hat. Doch hier kommen die Kreativitätsblockaden ins Spiel.

Es gibt soziale & emotionale Kreativitätsblockaden

Sozio-kulturelle Konventionen (Beispiele)

  • Traditionelle Umgangsformen (“Das haben wir schon immer so gemacht.”, z.B. Fleischkonsum)
  • Strikte Hierarchien, die einen freien Gedankenaustausch verhindern (älteste oder höchstrangige Person gibt Normen vor, z.B. Automobilität)
  • Normen, die bestimmte Ideen als unangebracht ausschließen (“Recht auf freie Entscheidung” als Gegenargument zum Veggie-Day)

Emotionale Blockaden (Beispiele)

  • Angst, etwas Falsches oder Albernes zu sagen, dadurch Gehemmtheit (und z.B. Verzicht auf den Wunsch, auch zu Weihnachten vegetarisch zu essen)
  • Überforderung, Unwohlsein
  • das Gefühl, seiner Rolle entsprechen zu müssen (beherrschte Chefin, gefälliger Mitarbeiter)
  • Gefühle von Minderwertigkeit und Zweifel an der eigenen Kreativität

Der Kreativität im Team und in einer Organisation steht vor allem die Einschränkung durch soziale Konventionen entgegen, die viele Ideen von vornherein ausschließt, welche jedoch ein großes Potenzial für positive Veränderung hätten.

Beispiel Nachhaltigkeit – Kreativitätsblockaden verhindern den Wandel

Kreativität wäre wichtig, um einen neuen, nachhaltigen Lebensstil in unserer Gesellschaft zu etablieren. Daher spielen die Kreativitätsblockaden eine große Rolle für das Thema Nachhaltigkeit, da eine konsequente ökologische Lebensweise vielen konventionellen bürgerlichen Lebensweisen widerspricht (Fernreisen, Automobilität, Fleischkonsum, sozial erwünschter Warenkonsum, ökonomisch erwünschte Lebensläufe) und zunächst unmöglich erscheint.

Beim Versuch, ökologisch nachhaltige Lebensweisen zu ermöglichen und zu etablieren, tauchen daher typischerweise bürgerliche Widerstände auf, gegenüber den als unkonventionell empfundenen, ökologischen Verhaltensweisen. Beispiele dafür bieten bieten die Debatten um einen Veggie-Day oder um E-Mobilität.

Was tun gegen Kreativitätsblockaden?

Um nicht in den Blockaden stecken zu bleiben, muss man lernen, sich regelmäßig daraus zu befreien. Kreativität zu kultivieren ist eine Kunst, die trainiert und verfeinert werden kann.

Was hilft? Sich Fragen zu stellen. Bewegung! Reflexion, in welcher Ebene von Organisation man eigentlich steckt, z.B. mit Spiral Dynamics. Aus den gewohnten Bahnen ausbrechen. Robin Williams Filme schauen, um mal die Perspektive zu lockern.

Und für die emotionalen?

Entspannung. Selbsterkenntnis. Therapie oder Coaching? Ein Bier mit guten Freunden?

Mal in ein anderes Land reisen? Oder etwas ganz neues lernen?

Ausbildung Creative Leadership

Im Lebensgut Pommritz bieten wir ab Herbst 2019 eine Ausbildung zu Creative Leadership an.

Ausbildung Creative Leadership

Schreibe einen Kommentar

vier × eins =