Inkubator für Bio-Landeier

Wir konzipieren, testen und verstetigen in diesem Pilotprojekt ein Accelerator-Programm für den ländlichen Raum. So unterstützen wir innovative #tatenfuermorgen und befähigen Menschen auf dem Land, wirtschaftlich kreativ und selbstbestimmt zu leben und arbeiten.

Für wen ist das Programm?

Freiberufler, Unternehmer & Menschen, die nach einer neuen Arbeitsweise suchen.

Einzelpersonen oder kleine Teams, die bereits miteinander arbeiten wollen.

Entweder hast du bereits eine Idee für dein eigenes Unternehmen oder du hast die vage Vision, an einem Traumprojekt zu arbeiten.

Du möchtest deine Fähigkeiten und Ideen in einem sicheren Raum von Gleichgesinnten austauschen, die sich gegenseitig befähigen, eine Idee zu entwickeln, die intensiv weiterverfolgt werden kann.

Die wichtigsten Fragen auf einem Blick

Voraussichtliche Inhalte:

  • Ideenfindung mit Ausgangspunkt in den Voraussetzungen der Teilnehmenden
  • Einführung in die grundlegenden Methoden des ortsunabhängigen Arbeitens (Website-Entwicklung, Online-Marketing, Bootstrapping, Ertragsquellen, Netzwerkaufbau etc.)
  • Entwicklung flexibler Geschäftsmodelle
  • Erste praktische Umsetzungen anhand von Pilotierung und Kundengesprächen
  • Achtsamkeit und Work-Life-Balance in der Selbständigkeit
  • Beitrag zum nachhaltigen Strukturwandel in der Oberlausitz.
  • Entwicklung, Testen, Verifizierung und Evaluation eines übertragbaren und flexiblen (ggf. mobilen, bundesweit netzwerkbezogenen) Accelerator-Ansatzes für den ländlichen Raum.
  • Unterstützung für 15 Teilnehmenden des Accelerator-Programms
  • Gesellschaftliches Agenda-Setting für ortsunabhängiges Arbeiten und Unterstützung für Innovation und Unternehmensgründungen im ländlichen Raum
  • Verbesserter Zugang zu Angeboten des lebenslangen Lernens im ländlichen Raum
  • Nachhaltigkeitsorientierte “Förderung von Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen, um nachhaltiges Wachstum breitenwirksam zu gestalten.” (Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, S. 122). Gemäß der deutschen Hightech-Strategie profitieren ländliche Räume weniger von positiver Konjunkturentwicklung und sind durch “die Abwanderung jüngerer Menschen” insbesondere betroffen (https://www.hightech-strategie.de/de/stadt-und-land-1722.php)
  • Das Pilotprojekt zielt darauf ab, die Innovationsfähigkeit des ländlichen Raums zu erhöhen, um somit einen nachhaltigen Strukturwandel zu unterstützen
  • Durch eine frühzeitige strategische Integration von Nachhaltigkeitsbelangen in die Geschäftsmodellentwicklung, wird das Kerngeschäft so nachhaltig wie möglich ausgerichtet. Eine Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in die Gründerförderung wird in der aktuellen Hightech-Strategie erstmals vorgesehen

Genau wie Eier im Inkubator bzw. Brutkasten beim Ausbrüten geholfen werden können, so unterstützt ein wirtschaftlicher Inkubator mit Accelerator-Programm die Entwicklung und Umsetzung von kreativen, innovativen Ideen und erhöht deren Überlebenschancen.

Kreatives Unternehmertum, Innovationsfähigkeit und Eigenverantwortung der Wirtschaftsakteure nehmen in Zeiten der Digitalisierung zu. Im Zuge dessen nehmen auch Chancen für Selbstbestimmung zu: Ein einförmiges Berufsleben mit Fremdbestimmung durch Hierarchie wird zunehmend zum Anachronismus. Die Fähigkeit sich neu zu erfinden und die eigenen Kompetenzen stetig weiterzuentwickeln wird zentral. Im ländlichen Raum, wo der Trend des Wegzugs besteht, entstehen durch digitale, ortsunabhängige Arbeitsmodelle neue Chancen zum Bleiben bzw. für Hinzuziehen ohne passende Arbeitgeber sich anzusiedeln und zur erneuten Dynamik der Regionen beizutragen.

In den Städten sind Gründerzentren, Inkubatoren, Acceleratoren, Coworking-Spaces in einem kreativen Ökosystem mittlerweile vermehrt vorhanden. In ländlichen Regionen ist dies weniger der Fall und es bedarf aufgrund der Dezentralität andere, angepasste Ansätze. Der Bedarf ist trotz geringeren Einwohnerzahlen vermutlich dennoch vorhanden: Solche Ansätze bergen die Möglichkeit Kreativität, Selbstbestimmung und eine Perspektive an (junge) Menschen und Familien zu bringen.

In diesem Pilotprojekt soll ein kleinmaßstäbliches Accelerator-Programm konzipiert, getestet und – über die Laufzeit hinaus – verstetigt werden. Das im Sinne eines Lean-Ansatzes entwickelte Konzept soll am Ende Empfehlungen zum Übertragen auf andere Regionen und zur Konkretisierung für spezifische Branchen (bspw. der Agrar- und Ernährungssektor) beinhalten.

Accelerator-Programme sind – auch im Nachhaltigkeitskontext – nichts ganz Neues. Sie haben sich in den letzten Jahren in Deutschland verbreitet. Eine Übertragung und Anpassung von solchen Ansätzen, die in den Städten verbreitet sind, auf den ländlichen Raum ist allerdings als neuartig einzuschätzen. Eine Verbindung von kreativen, wirtschaftlichen Ansätzen aus den Städten sowie den Möglichkeiten der Digitalisierung mit dem ländlichen Raum könnte diesen für junge Menschen als Lebens- und Arbeitsraum (noch) attraktiver machen und eine Ansiedlung bzw. ein Verbleiben ermöglichen.

Die kreative und innovative Atmosphäre, die in Städten beste Bedingungen hat (Räume, Wissen, Praxis und Austausch), ist natürlich nicht eins zu eins auf alle ländlichen Regionen übertragbar. Es wird im Pilotprojekt überlegt, wie man über den Zeitraum des Programms hinaus für die Teilnehmenden einen Austausch und eine Vernetzung ermöglichen könnte, um ihre Umsetzung und Praxis auch nach dem Projekt zu unterstützen.

Die Ideengeber und Mitwirkenden dieses Projektes – Linda Bergset und Karl Hosang – haben in folgenden Projekten und Organisationen Erfahrung mit den oben genannten Ansätzen:

Der ausführende Verein für das Programm ist der Integralis e.V. – Gesellschaft für Ethik, Kultur und Bildung.

 

Die einwöchige Pilot-Umsetzung des Accelerator-Programms wird im Sommer 2019 mit 15 Teilnehmenden auf dem LebensGut Pommritz in Hochkirch, Sachsen, stattfinden. Im Pilotvorhaben wird somit die Region Oberlausitz ins Visier genommen. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Geschichte im Braunkohlenbergbau ist hier ein Strukturwandel im Gange.

Das Organisationsteam

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Linda Bergset

Projektmanagement

Linda Bergset trug von 2010 bis 2019 maßgeblich dazu bei, den Bereich Sustainable Entrepreneurship beim Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH in Berlin aufzubauen und leitete und bearbeitete dort einschlägige, anwendungsorientierte Forschungsvorhaben. Sie promovierte 2016 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zum Thema “Financing Sustainable Entrepreneurship”. Für Integralis e.V. unterstützt sie sowohl Praxisprojekte als auch die Akquise von zukünftigen Forschungsprojekten.

 
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Karl Hosang

Creative Leadership

Karl Hosang ist studierter Physiker, staatsexaminierter Lehrer, Gründer der Beratungsagentur Innoki GmbH & Co. KG sowie selbstständiger Trainer und Berater für Innovationsentwicklung. Für den Integralis e.V. leitet er ein Team für Regionalentwicklung und für die Etablierung des Standorts LebensGut Pommritz für Seminar- und Weiterbildungsangebote.

 

Methodische Säulen

Lean Start-Up

Der Ansatz eines “Lean” (schlanken) Start-Ups, von Eric Rieß entwickelt, fokussiert auf die wesentlichsten Elemente einer Unternehmensgründung und stellt eine starke Kundenorientierung und frühzeitige Pilotierung (Testen) von Produkten und Dienstleistungen in den Vordergrund. Mit Effectuation ist eine im Sinne von Saras Sarasvathy ressourcenbasierte Theorie gemeint, bei der nicht zielorientiert sondern ausgehend von den eigenen Ressourcen, dem eigenen Wissen und den eigenen Partnerschaften/Netzwerk vorzugehen ist. Das heißt konkret, dass der kreative Mensch mit seinem Ausgangspunkt im Zentrum steht.

Sustainable Business Canvas

Das Sustainable Business Canvas wurde im NKI-Vorhaben StartUp4Climate entwickelt, um Nachhaltigkeit im verbreiteten Ansatz “Business Model Canvas” von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur zu verankern und in den Vordergrund zu stellen. Anhand des Ansatzes werden nachhaltigkeitsbezogene Aspekte bei jedem Element eines Geschäftsmodells (bspw. Vision, Kunden, Wettbewerb, Schlüsselressourcen, Ertragsmodell etc.) von vornherein strategisch überlegt und integriert.

Design Thinking

anz einfach formuliert ist Design Thinking ein Prozess, der dabei hilft, Probleme kreativ zu lösen. Ganz wichtig dabei ist der nutzerorientierte Lösungsansatz. Denn Design Thinking möchte Organisationen dazu anhalten, ihre Produkte und Dienstleistungen auch wirklich auf Menschen auszurichten, die diese (vielleicht) nutzen möchten. Es geht darum, die richtigen Fragen zu finden und zu stellen, genau hinzuschauen, neue Denkmuster aufzuspüren und auszuprobieren und so einen ganz neuen Blick auf Probleme und Bedürfnisse zu werfen.

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Hilfe beim eigenen Business

Ein eigenes Business zu gründen ist nicht leicht. Viele Fragen zu den unterschiedlichsten Themen tauchen auf. Wir helfen dir deine Geschäftsidee zu evaluieren, die ersten Schritte zu gehen und nachhaltig zu führen.

Inspiration für Landeier

Das Lebensgut in Pommritz in der Oberlausitz ist der perfekte Ort, um ohne große Ablenkung in wunderschöner Umgebung dein Projekt in das Unternehmertum zu starten. Seminarraum, Internet, gemütliche Unterkünfte, gesunde Ernährung, … für alles Wichtige wird gesorgt.

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Accelerator für's Land

Nimm an unserem Accelerator-Programm teil und beginne dein Unternehmen aufzubauen. Wir stellen sicher, dass jede Lektion leicht verständlich ist und dass alle Teilnehmer die gleiche Hilfe bekommen.

Kontakt

Frau Dr. Linda Bergset
linda@bergset.de

Wir sind hier

Lebensgut Pommritz
Pommritz 1b
02627 Hochkirch