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Bewusstseinsgarten

Konzipierung eines „Bewusstseinsgartens“ als Tor zu einer integralen Bewusstwerdung

Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Vermittlung eines größeren Verständnisses der kulturellen Evolution, eine umfassendere Wertedefinition und eine Schulung der Achtsamkeit sowohl auf körperlicher, mentaler, als auch geistiger Ebene langfristig zu einer Verbesserung des Lebensgefühls des Einzelnen beitragen kann und damit auch einen Beitrag zur Transformation der Gesellschaft insgesamt leistet.

1.    Einführung

„Wer Schmetterlinge Lachen hört,
der weiß wie Wolken schmecken…..“ (Carlo Karges)

Der Begriff des „Bewusstseinsgarten“ beinhaltet sowohl den Begriff des Bewusstseins, als auch den Begriff des Gartens.

Das Bewusstsein soll hier als Synonym für die sich gerade entwickelnde neue Weltsicht, bzw. erweiterte Wahrnehmung der Wirklichkeit stehen, die auch als integrales Bewusstsein bekannt ist. Es umfasst eine neue Art und Weise zu sehen und zu leben und gründet in neuen, umfassenderen Werten und einem größeren Verständnis der kulturellen Evolution[1]

Der zweite Begriff des Gartens, dient als Sinnbild des Paradieses, der Schöpfung, der Lebensentfaltung. Der Mensch als Gärtner ist Schöpfer des Lebens. Der geschaffene Garten steht sowohl für Individualität, als auch für Verbindung mit dem großen Ganzen, in diesem Fall, der Natur.

Zusammengedacht entstand die Idee des „Bewusstseinsgarten“, als ein virtueller, später vielleicht auch realer Raum, der demjenigen, der den Weg der integralen Bewusstwerdung beschreiten will, Anregung und Unterstützung bei der Entfaltung seiner Kräfte und Anlagen bietet und ihm als Tor zur Entwicklung einer bewussteren erfüllteren Lebensführung dienen kann.

Der Boden des Gartens soll dabei durch Einführung und Darstellung der theoretischen Grundlagen zur integralen Weltsicht bereitet werden. Sodann sollen Methoden und Instrumente erarbeitet, entwickelt bzw. zusammengetragen werden, die sinnbildlich mit der Aussaat zu vergleichen sind und darauf abzielen, den Suchenden wieder mit der tief in seinem Herzen liegenden Quelle der schöpferischen Kraft der Liebe und Kreativität in Kontakt zu bringen. Die Zeit des Wachstums bzw. der Bewusstwerdung soll schließlich durch das Aufzeigen verschiedener Möglichkeiten und Wege der praktischen Umsetzung dieses Prozesses im täglichen Leben, unterstützt werden.

Am Ende des Prozesses der Bewusstwerdung steht die Vision, dass es einigen Menschen, die sich in den Bewusstseinsgarten begeben, bzw. sich auf ihn einlassen, gelingt, die „inneren Ebenen des inneren Wesens zu öffnen und von dort nach außen hin zu leben, um das äußere Leben durch ein inneres Licht und eine innere Kraft zu regieren.[2]  Oder anders ausgedrückt, in ein neues Bewusstsein Hineintreten „in dem man nicht mehr begrenzt bleibt durch das eigene kleine Ich, den persönlichen Geist, das persönliche Vitale und Leibliche, sondern in Union steht mit dem höchsten Selbst, oder mit dem universal kosmischen Bewusstsein, oder mit einem tieferen Bewusstsein in uns selbst, in dem man sich der eigenen Seele, des eigenen inneren Wesens und der wirklichen Wahrheit der Existenz bewusst wird“[3]

Der Bewusstseinsgarten soll in diesem Prozess den Anstoß geben bzw. auch als eine Art Landkarte dienen, die hilft, den eigenen individuellen Weg zu finden. Die Verantwortung des Gehens und des Erfahrens und des Einordnens bleibt aber bei jedem Selbst.

Mit dem eingangs gewählten Zitat von Carlo Karges „Wer Schmetterlinge Lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken…..“ soll deutlich gemacht werden, dass es für die integrale Bewusstwerdung nötig ist, seine „alten“, gewohnten Denkstrukturen und Gefühlsmuster zu verlassen und offen zu sein für Neues, Überraschendes, Kreatives, Poetisches und die „Seele“ berührendes Andersdenken.

Und, um zu verstehen, was damit genau gemeint ist, hier noch ein Sonett von Sri Aurobindo, das beweist, dass es manchmal auch allein nur die Sprache sein kann, die es bewirkt umfassender zu Denken und Körper, Geist und Seele gleichermaßen zu berühren. So beinhaltet das Sonett inhaltlich eigentlich auch nichts anderes, als die oben beschriebene Vision des Bewusstwerdens, jedoch drückt Sri Aurobindo dies in einer so poetischen, wundervollen und bildlichen Sprache aus,  dass alle Ebenen des menschlichen Seins berührt und zumindest ich zur Umsetzung dieses Projektes motiviert werde.

Göttliche Sinne

 

Gewiß ist´s nicht mehr irdische Nahrung, woran ich mich labe;

Des Paradieses Frucht und Pflanze habe ich genascht!

Du hast gewandelt meiner Sinne übliches Gehabe

Aus sterblichem Genuß zu dem, was göttlich überrascht.

 

Mein Hören und mein Sehen sind geworden zur Ekstase.

Und aller Wohlgerüche, die die Erde in sich birgt,

Enthüllen eine Süße von nicht minder vollem Maße

Als sie des purpuroten Rosenwunders Duft bewirkt.

 

Jeder Kontakt mit einem Freudenschauer tief sich senkt

In mich hinein und dauert an, als wär sein Born unendlich;

Deine Berührung fühle ich darin; beseligt drängt

In diesem Augenblick sich deine Wonne unvergänglich.

 

Deiner Verzückung heiliges Feuer im Körper hoch sich reckt,

Hehr, voller Inbrunst, lauter, von Begierde unbefleckt.

 

(Sri Aurobindo, Die späten Sonette)

  1. Theoretischer Rahmen
    • Grundlagen und Begriffsdefinitionen

 

[1] Steve McIntosch, Integrales Bewusstsein und die Zukunft der Evolution, 1. Kapitel, S. 13

[2] Sri Aurobindo ?

[3] Sri Aurobindo?

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